VORGESTELLT
Hildegard Kanya, „Tag der Frau“
„Es muss noch mehr als alles geben – Sehnsucht nach Gott“: Dieses Motto trägt der „Tag der Frau“ am 28. März um 14.30 Uhr in der Fachschule Alt-Grottenhof in Graz sowie am Tag davor um 19 Uhr im Kultursaal St. Veit am Vogau. Verantwortlich für die Schönstatt-Frauenbewegung in der Steiermark ist die ausgebildete Religionslehrerin Hildegard Kanya aus Laßnitzhöhe.
Sehnsucht verspürte die am Palmsonntag 1964 Geborene schon als Jugendliche. Die gläubige „Erdung“ durch ihre Eltern auf einem Bauernhof in St. Marein bei Graz wollte sie vertiefen und ging auf die Religionspädagogische Akademie in Graz. Sie heiratete, und das Paar besuchte eine der ersten steirischen Schönstatt-Familienrunden. Nach 15 Jahren zerbrach die Ehe. In dieser Zeit entdeckte Hildegard Kanya den „Tag der Frau“. Die Spiritualität der Schönstatt-Frauenbewegung trug sie durch die Krise.
Im Jahr 2000 organisierte sie selbst einen ersten Abend in ihrem Wohnzimmer. Im Jahr darauf lud sie schon im Pfarrhof Laßnitzhöhe zum „Tag der Frau“, der Frauen bestärken will, ihre Begabungen in die Gesellschaft einzubringen.
Hildegard Kanya näht gern; das Schöne und „Bleibende“ an Kleidern gefällt ihr, anders als wenn sie etwa als Hausfrau kocht, „und was übrig bleibt, ist ein Berg Geschirr“. Elf Jahre leitete sie die Erstkommunionvorbereitung in der Pfarre. Wieder Religion zu unterrichten wäre nach drei Kindern – der Jüngste ist 16 – ihr Traum, weil sie den Umgang mit Kindern mag „und Energie übrig“ hat.
JOHANN A. BAUER, Foto: Irmgard Weissl