STEIRER MIT HERZ
Beim „Weg der Barmherzigkeit“ nach Ostern drückte Ing. Reinhart Nunner seinen Unmut über den „fortschreitenden Mitgefühlsverlust“ aus. Er legte Keramikhände und -köpfe bei der Kirche Graz-Karlau auf den Boden, die verzweifelt um Hilfe bitten. Er nennt sich nicht Künstler, sondern „Fotograf und (Kreativ-)Handwerker“.
Als er vor zwei Jahren bei Sappi Papier in Gratkorn „Rationalisierungsopfer“ wurde, ging Reinhart Nunner nicht zum Arbeitsmarktservice, sondern wurde „am nächsten Tag selbstständig“. Er ist Fotograf und fertigt „Dinge aus Holz, Beton und Keramik“. Seine am kleinen Heliumball schwebende Kamera ließ er Luftbildaufnahmen machen (www.birdeyeview.at). Nur mehr „sinnhafte Dinge“ will er tun.
Geboren am 7. Jänner 1960, wuchs Reinhart Nunner, der in Semriach lebt und oft auf den Schöckel geht, in Gratkorn auf. Er besuchte im Stift Rein das Gymnasium und wurde vorerst Radio- und Fernsehmechaniker. Es folgten 35 Jahre als Maschinenbauingenieur bei Leykam/Sappi.
Der mit der Lehrerin Karin Verheiratete ist glücklich über ihre 21 Jahre alte Adoptivtochter Debbiah aus Indien. Zugleich etwas gegen die Armut und für den Kinderwunsch wollte das Paar mit der Adoption aus dem Waisenhaus tun. Dort begeg-neten sie auch Mutter Teresa.
Foto: Neuhold
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